Konmari Methode !?

Als es um die Neuorganisation meines Bastelkellers ging, habe ich mir diverse YouTube-Videos angesehen und bin dabei auf etliche Videos gestoßen, in denen nach der Konmari Methode ausgemistet wurde.

In kurzen Worten: nach Kategorien ausmisten, jedes Teil in die Hand nehmen, sich fragen "Brauche ich dich ? Vermittels du mir Freude? " und wenn die Fragen verneint werden, weg damit. Was übrig bleibt, wird so einsortiert, das es auch gut zugänglich ist und benutzt werden kann.

Die Frage, was man braucht, ist philosophisch betrachtet so eine Sache. Brauche ich Künstlerbedarf und Bastelsachen für das Überleben? Wenn ich es im Leben brauche, was brauche ich dann? Bleistift und Papier, vielleicht noch einen Pigmentliner, dann könnte ich doodeln und tangeln. Vielleicht etwas Farbe, Aquarellstifte sind vielseitig, aber welche Marke, brauche ich wirklich diese teure  Version? Oder doch richtige Aquarellfarben? Da reicht das vernünftig zusammengestellte 12er Set aber doch aus... Braucht man Stiftesets mit 120 Farben oder eine Auswahl von über 200 Aquarellfarben?

Und da sind wir dann beim nächsten Problem, es gibt manchmal Dinge, die einfach zu viel "Freudefunkeln",  und während z.B. mein Schuhschrank sehr übersichtlich ist, mu ich mich beim Kreativkram beherrschen. Haben meine diversen Aquarellfarben gefunkelt? Oh ja! Funkeln sie alle noch? Naja, einige mehr, einige weniger...


In manchen Bereichen hat das Ausmisten meines Bastelkellers gut funktioniert, bei meinem Bastelpapier z.B. Da habe ich viel dem Kindergarten gespendet, das was übrig war übersichtlich sortiert und habe nun leichter Zugriff darauf.


Weniger ist manchmal wirklich mehr.
Und verbringt man nicht oft viel Zeit damit, über Aufbewahrungsmöglichkeiten nachzudenken,  die Stifte zu swatchen, seine Stempel zu ordnen, Zeit, die man viel besser dafür nutzen könnte, kreativ zu sein?





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